Abenteuer in Patagonien

Abenteuer Mate

Da Mate mehr als nur Tee trinken ist, gibt es auch ein paar Geschichten darüber zu erzählen.

Lagerfeuer am Lago Yehuin

Wie man sich vom Normal-Touristen unterscheidet

Auf einer Wanderung durch den feuerländischen Wald suchte ich eine Möglichkeit einen Fluss zu überqueren. Nach ein paar Kilometern Flussabwärts traf ich auf ein Touristencamp auf der anderen Flussseite. Die Touristen waren zum Angeln unterwegs, nur ein Einheimischer kümmerte sich um das Camp.
Nachdem ich ihm von der anderen Uferseite verständlich machen konnte, das ich gerne über den Fluss möchte, machte er sich mit seinem Boot auf den Weg um mich zu holen. Da das Ufer auf meiner Seite durch Steine und angespülte Bäume unwegsam war, rutschte ich beim Versuch ins Boot zu gelangen aus und stand bis zu den Knien im Wasser.
Auf der anderen Seite im Camp angekommen, durfte ich mich ans Lagerfeuer setzen um Schuhe und Hose zu trocknen. Der Argentinier folgte dann weiter seiner Arbeit ohne sich von mir ablenken zu lassen. Verständlich natürlich, kommt da doch ein Tourist will über den Fluss und fällt dann auch noch ins Wasser.
Vielleicht hatte der Argentinier Mitleid mit mir, er bot mir nämlich einen Kaffee vom Lagerfeuer an. Ich bedankte mich und äußerte meinen Wunsch nach einem Mate. Darufhin hoben sich seine Mundwinckel und ein Lächeln kam mir entgegen. Er nickte, holte eine Thermoskanne mit heißem Wasser und die Kalebasse, setzte sich zu mir an das Lagerfeuer und bereitete das Getränk zu.
So tranken wir abwechselnd Mate und unterhielten uns über Argentinien, den Tourismus und seinen Job als Touristenführer. Nach zwei Stunden interessanter Unterhaltung war meine Kleidung trocken und unsere Wege trennten sich wieder.

Catedral in Sevilla

Das Eis brechen

Für vier Wochen machte ich mich auf nach Sevilla in Spanien um an einer Sprachschule spanisch zu lernen. Eines Tages auf dem Platz am Dom saß ein junger Mann und trank Mate, er hatte eine Thermoskanne und einen Rucksack dabei. Normalerweise trinkt man in Spanien keinen Mate, also musste er aus Südamerika kommen.
Ich fragte ihn wo er herkäme, da Mate trinken in Spanien sehr ungewöhnlich sei. Er erzählte mir, er komme aus Argentinien und mache eine Tour durch Europa. Er bot mir einen Mate an und wir unterhielten uns über seine Heimat.
So freute er sich darüber mit jemanden über Zuhause zu sprechen und ich freute mich über den Mate und die Gelegenheit Castellano (spanisch) außerhalb der Klassenräume zu sprechen.




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